Canons DSLR-Reihe ist recht übersichtlich gestaltet. Je mehr Zahlen das Modell hat, desto weniger Leistung kann es erbringen. Als kleines Beispiel:
Die Canon EOS 1000D ist das billigste Einstiegsmodell, die EOS 1Ds Mark III/1D Mark IV ist das teuerste High-End Modell.

Kommen wir nun zum hier vorgestelltem Modell, der EOS 550D. Sie ist das High-End Modell der Einsteiger-Reihe. Von Einstellungen und Hardware wird sie nur durch die EOS 7D, die 50/60D, die EOS 5D (Mark II) und die 1D-Reihe übertroffen.

Die Spezifikationen lesen sich schonmal gut: 18Mpix Sensor, neueste Belichtungsmessmethoden(iCFL mit 63 Zonen) wie er auch bereits in der 7D zum Einsatz kommt und ein Monitor, welcher höher auflöst als alle bisher dagewesenen Kamera-Bildanzeiger. So wird das Life-View zum reinsten Vergnügen.
Aufzeichnen tut die Kamera – wie heute fast jede Kamera – auf SD-Karten (es werden sogar SDXC-Karten unterstützt!). Ebenfalls an Bord ist eine Software-Unterstützung für die neuen Eye-Fi Speicherkarten. Hierzu am Ende des Artikels mehr.
Die Kamera bietet eine große Auflösung von 18 Megapixeln, das entspricht einer Bildgröße von  5184×3456 Pixel. Somit sind Ausdrucke in Postergröße uneingeschränkt möglich. Unterstützt wird der Sensor im APS-C Format von einem DIGIC 4 Bildprozessor, welcher mit seiner 14-Bit Bildverarbeitung für weiche Farbabstufungen und natürlich wirkende Farben sorgt. Außerdem zeichnet er sich verantwortlich für den blitzschnellen Systemstart und die sehr gute Rauschunterdrückung direkt in der Kamera.

Vor allem schade ist: Canon-DSLR’s kennen einen integrierten Bildstabilisator via Sensor-Shift nicht. Daher sollte man wenn möglich bei der Objektivwahl darauf achten, dass ein IS (Image Stabilizer) oder OS bei Sigma Linsen im Namen ist. Canon-Objektive können bis zu vier Blenden korrigieren und ermöglichen damit auch bei wenig Licht verwacklungsfreie Aufnahmen.

Thema ISO: Gerade wichtig in der „Available-Light Fotografie (LLP)“ und wenn ohne Blitz gearbeitet werden muss. Die EOS 550D bietet ISO-Einstellungen bis 12.800 und ist damit uneingeschränkt auch bei wenig Licht verwendbar. Ab einem ISO von 1600 wird das Rauschen sichtbar, bis ISO 3200 sind die Bilder noch uneingeschränkt nutzbar. Ab ISO 6400 werden Artefakte deutlich und das Rauschen nimmt immer weiter zu. Man sollte also entweder unter ISO 1600 bleiben oder lieber gleich auf ein Stativ zurückgreifen.

Die Canon bietet auch einen Video-Modus welcher auf die Life-View Funktion zurückgreift. Die EOS 550D kann Videos sogar in FullHD 1080p aufnehmen. Somit eignet sie sich auch, um Bewegtbilder gut in Szene zu setzen und kann diese auch gleich via der HDMI-Schnittstelle am heimischen Fernseher ausgeben. Der Fokus funktioniert jedoch nicht automatisch und kann nur via druck auf den Auslöser nachgeführt werden oder manuell eingestellt werden. Ebenfalls neu ist der 3,5mm Klinke-Anschluss um ein externes Mikrofon anzubringen. So verwandelt sich die EOS schnell in eine ausgewachsene Videokamera.

Bildbeispiele:

EOS 550D Bild1

Nahaufnahme einer Spinne - durch ein Fenster hindurch

EOS 550D Bild 2

Eine Steindose mit Gecko als Verzierung

EOS 550D Bild3

Eine nächtliche Gasse in München. Auch ohne viel Licht gute Bilder möglich

Eye-Fi Connect x2 SDHC-Karte

Eine absolute Neuheit auf dem Markt welche einem als Fotograf und/oder Redakteur das Leben erleichtert. Das besondere an ihr ist der integrierte Wlan-Chip, welcher eine Bildübertragung direkt aus der Kamera heraus ermöglicht. Die Karte unterstützt den schnellen n-Draft Befehl und funkt damit theoretisch mit bis zu 300MBit schnell ins Heimnetzwerk (oder auch ins Firmennetzwerk). Somit wird lästiges Kartenwechseln überflüssig.
Interessant für Home-User: Auf Wunsch sendet die Karte Ihre Bilder oder Videos  auch direkt zu einer Onlineplattform (z.B. Facebook, MySpace usw.).

Fragen, Anregungen oder Ideen? Ich freue mich darauf von Euch zu hören!

Euer DJay

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